Winterdiesel – es kann sich lohnen!

Bei eisigen Temperaturen streikt der Diesel- Motor!

Die Kälteanfälligkeit des Diesel ärgert bei fallenden Minusgraden Jahr für Jahr viele Autofahrer. Sorgt regelmäßig dafür, dass Dieselfahrzeuge ohne Winterdiesel nicht mehr anspringen und verstopfter Diesel abgepumpt werden muss.
Die Ursache dafür, sind die im Diesel vorhandenen Paraffine, die ab einer Temperatur von ca. -22°C beginnen auszuflocken, und sogenannte Paraffinkristalle bilden. Diese Paraffinkristalle können, den Kraftstofffilter des Dieselmotors verstopfen und somit die Kraftstoff-Zufuhr zum Motor unterbrechen.

(http://www.n-tv.de/auto/Diesel-versagt-bei-extremer-Kaelte-article5430791.html) (https://de.wikipedia.org/wiki/Winterdiesel)
Kann der Diesel nicht mehr richtig fließen, hilft es nur noch den Wagen aufzuwärmen und den kälteanfälligen Sprit abzupumpen.

 

Was genau ist Winterdiesel?

Winterdiesel wird an deutschen Tankstellen in der Wintersaison von Mitte November bis Ende Februar angeboten. (http://www.shell.de/autofahrer/shell-kraftstoffe/technische-informationen/dieselkraftstoff-im-winter.html)
Im Gegensatz zum normalen Dieselkraftstoff, werden dem Winterdiesel bestimmte Additive zugemischt, um das Ausflocken von Paraffinen bei niedrigeren Temperaturen zu verhindern.
(paraphrasiertes Zitat: https://de.wikipedia.org/wiki/Winterdiesel)
So wird sichergestellt, dass der Kraftstofffilter nicht blockiert und der Motor konsequent mit Diesel versorgt wird.  

Der ADAC hat im Jahr 2013 im Rahmen einer Untersuchung zwei verschiedene Fahrzeugmodelle mit vier unterschiedlichen Kraftstoffproben getestet. (https://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/winter_diesel.aspx)
Das Ergebnis hat viele Dieselfahrer schockiert!
Obwohl nach der europaweit geltenden DIN EN 590 Norm der handelsübliche Diesel bis bei mindestens minus 22°C verwendbar sein muss, gab es in einigen Fällen schon über der festgelegten Grenze Ausfälle.
Dies lag vor allen Dingen an den mangelhaften Filterheizsystemen, die dafür zuständig sind den Kraftstoff zu erwärmen.
Der VW Golf schnitt in den Tests durchweg gut ab, während der geprüfte Opel Insignia teilweise bereits ab Temperaturen von minus 19°C nicht mehr gestartet werden konnte.
Achten Sie also auch bei Ihrem Wagen darauf, ob ein qualitativ hochwertiges Filterheizsystem verbaut wurde und tanken Sie im Zweifel lieber speziell für niedrige Temperaturen tauglichen Winterdiesel, um ein zeitaufwendiges und kostenintensives Spritabpumpen zu vermeiden!


Wenn es mal wieder kalt wird – unsere Tipps für Sie

Stellen Sie Ihr Fahrzeug möglichst kälte- und windgeschützt ab, beispielsweise in einer Garage.
Oft kühlen Autos durch die in der Nacht stärker fallenden Temperaturen aus und springen morgens nicht mehr an. Wenn der Motor erst nicht mehr gestartet werden kann, ist es nicht möglich den Kraftstoff durch das Filter Heizsystem auf Temperatur zu bringen.
In einem solchen Fall müssen Sie den Wagen aufwärmen und den versulzten Kraftstoff abpumpen und durch hochwertigen Winterdiesel ersetzen.

Mischen Sie kein Benzin in den Diesel!
Das gefährliche Gerücht, dass im Winter Benzin als Fließmittel zum Diesel beigemischt werden soll, hält sich hartnäckig.
Doch bereits kleine Mengen Benzin reichen aus, um teure Schäden am Einspritzsystem Ihres Wagens zu verursachen.

Falls Sie vor dem Kauf eines neuen Diesel-Fahrzeugs stehen, fragen Sie speziell nach der Filterheizung.
Das Filterheizsystem ist bei einigen Modellen ein verstecktes Manko und wird nur selten von den Herstellern nachgerüstet.

Schauen Sie auf den Wetterbericht!
Vor allen Dingen im Winter kann das Wetter schnell umschlagen und es können rasch Minusgrade hereinbrechen.


Steigen Sie also früh genug auf Winterdiesel um und vermeiden Sie so, dass winteruntauglicher Sprit abgepumpt werden muss.

Die Restmenge an Sommerdiesel sollte dabei so klein wie möglich sein, um das Risiko einer Verstopfung des Kraftstofffilters zu minimieren.

Beachten Sie die Herstellerangaben bezüglich der Wartung des Kraftstofffilters und wechseln Sie diesen regelmäßig!

Falls Sie gelagerten Diesel aus Vorratsbehältern verwenden, gehen Sie sicher, dass es sich dabei um normgerechten und wintertauglichen Kraftstoff handelt.

adac

 

Sollte Sie doch einmal liegen bleiben oder sollte Ihr Auto morgens bei kalten Temperaturen nicht anspringen, können Sie jederzeit und überall unseren Sofort- Hilfe- Service kontaktieren.


Wir helfen Ihnen schnell vor Ort, pumpen den versulzten Dieselkraftstoff ab, füllen wintertauglichen Diesel ein und kümmern uns, falls notwendig, um den Kraftstofffilter.